Blicke – Naa Teki Lebar und Vladimir Vertlib

Am 01.12.2016, von 20:00 - 21:00 @ AU


Die Welt ebenso wie die eigene unmittelbare Umgebung mit einem offenen und genauen Blick betrachten, sich nicht abwenden, das Gesehene, Gehörte, Gedachte und Gefühlte hinterfragen. Das tun – im besten Fall – Kunstschaffende und Schreibende, das tun – in jedem Fall – Naa Teki Lebar und Vladimir Vertlib.
Die Äußerungen und Blicke anderer, in denen allzu oft Vorurteile liegen, machen beide zum Thema und erwidern sie wirkungsvoll durch das selbstbewusste Anschreiben gegen Rassimus, Antisemititsmus und Engstirnigkeiten aller Art.
Naa Teki Lebar wird an diesem Abend in Form einer szenischen Lesung den Text „der blick des anderen“ vortragen, Vladimir Vertlib nicht nur autobiographische Essays, sondern auch aus einem seiner Romane lesen.

Naa Teki Lebar, BA, PG Dipl. (* 1989, Korneuburg) studierte in Grossbritannien bildende Kunst und Photographie und seit 2014 Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst. Sie arbeitet als Künstlerin und Photographin. Literarische Produktionen u.a. für den Steirischen Herbst, Kurzhörspiele für Ö1 und Kooperationen mit Literatur + Medien für die Gestaltung der Lichtzeile am Donaukanal. Sie ist Teil des Zine Kollektivs PERLEN & PROSA und des Künstlerinnenkollektivs The Bosom Friends.
Naa Teki Lebar schreibt vor allem Kurzprosa und zu lange SMS.
www.naateki.co.uk

Vladimir Vertlib (*1966 in Leningrad, heute St. Petersburg) emigrierte 1971 mit seinen Eltern, die Familie ließ sich nach Zwischenstationen in Israel, Österreich, Italien, den Niederlanden und den USA, 1981 endgültig in Österreich nieder. Vertlib studierte Volkswirtschaftslehre in Wien, ist seit 1993 als freiberuflicher Schriftsteller tätig und lebt in Salzburg und Wien. Er schreibt Romane, Erzählungen, Essays und Artikel für Zeitungen und Zeitschriften. Außerdem verfasste er das Libretto zu einem Oratorium sowie ein Theaterstück. Für sein Werk erhielt er unter anderem den Österreichischen Förderpreis für Literatur, den Adalbert von Chamisso-Förderpreis sowie den Anton Wildgans Preis. Zuletzt erschien sein Roman „Lucia Binar und die russische Seele“ bei Deuticke im Zsolnay Verlag.
https://vladimirvertlib.at