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café club international - café CI

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archiv: programm herbst/winter 2006/7

12. Oktober:
der lange gang, roman - uwe bolius
19. Oktober, 20h:
vernissage gerhard mang, buffet
19. Oktober:
entfernte verwandte - andy plammer
26. Oktober:
geistige landesverteidigung? - florian purkarthofer
2. November:
erzählung nr.4 - jürgen semlitsch
9. November:
endlich ruhe - ewald baringer
16. November:
zimmer mit einblick - melamar
23. November:
"    " , - waloschke breslau
30. November:
ekelhaftes ... vermeidenswertes ... unhygienisches!! - thomas northoff
7. Dezember, 20h:
vernissage "east meets west?"
7. Dezember:
seelendschungel - m.g. wanko
14. Dezember:
es gibt kein wiedersehen - beppo beyerl & rudolf kraus
21. Dezember:
die sonnental erzählungen - slaviša žeželj
11. Jänner:
lyrik und realität - nahid bagheri-goldschmied
18. Jänner, 20h:
dass ich dich finde - alois kaufmann
25. Jänner:
so oder auch anders - nadja bucher

12. oktober, 21 uhr

Der lange Gang
Roman

uwe bolius

Der lange Gang ist eine Neuauflage aus dem Jahr 1983 und erzählt in Form eines Entwicklungsromans das Leben von Heinrich. Über böse Erfahrungen der Kindheit und Jugend entdeckt Heinrich seinen Kopf. Mit der Intellektualität findet er einen neuen Zugang zu sich und zu seinem Körper.

Vor dem Hintergrund des zeitgeschichtlichen Österreich entwickelt Uwe Bolius das Menschenbild eines suchenden Charakters, der letzten Endes seinen Weg findet, auch wenn er die traditionelle Männerrolle dabei verweigert.


19. oktober, 20 uhr

vernissage, buffet

gerhard mang

19. oktober, 21 uhr

Entfernte Verwandte

andy plammer

Der Cyberspace - unendliche Weiten. Wir schreiben das jahr 2006. Dies sind die Abenteuer einiger Internet-User, die mit ihrer 400 Gigabyte starken Festplatte ihr ganzes Leben lang unterwegs sind, um neue Office-Programme zu erforschen, neue Chatrooms und neue e-bay-Angebote. Viele Lichtjahre von persönlicher Bekanntschaft enfernt, dringen sie in die Betriebssysteme fremder Menschen ein, die sie niemals zu Gesicht bekommen werden, erobern die Grenzen des Netzes, nur um schließlich festzustellen, dass am Ortsende des Global Village Onkel Eduard und Tante Klara schon auf sie warten."


26. oktober, 21 uhr

Geistige Landesverteidigung?

... eine literarische Leistungsschau

florian purkarthofer

Florian Purkarthofer liest an diesem Nationalfeiertag alte, neue, romantische, absurde, verdrehte und verzwickte, verständliche und unverständliche, gewalttätige und pazifistische, Kurzgeschichten, Gedichte.

Die Lesung ist der Gegenpol zur militärischen, offiziellen Parade auf der Ringstraße und bietet einen Semi-literarischen Ausgleich für Zivildiener, Kriegsdienstverweigerer, Pazifisten und andere Menschen.


2. november, 21 uhr

Erzählung Nr.4

jürgen semlitsch

Keine Tricks, keine Umschweife. Eine Geschichte vom Anfang bis zum Ende erzählt und gelesen. Passend zur Novembernacht, in der die Seelen ihren Abreisetag haben.


9. november, 21 uhr

endlich ruhe.

roman

ewald baringer

es beginnt mit dem besuch eines wiener ehepaares in budapest. doch die freundin befindet sich nicht in ihrer wohnung. dann geht es rasch.

von budapest bis wulkaprodersdorf, von hollabrunn bis kairo und von maria gugging bis saigon ... um nur einige orte zu nennen. inzwischen jede menge falscher fährten und irritationen, unterbrechungen, todesfälle und mordtaten. ganz schön anstrengend und verwirrend. auch die briefe, e-mails und ansprachen zwischendurch.

kleine geografie des wahnsinns, so auch der untertitel des buches aus dem der autor an diesem abend einige kostproben bringen wird.
ganz schön anstrengend und verwirrend, wie das leben halt auch sein kann. und:

"Ist der Ausgang erst gefunden, sind Reparateure und Architekten mit einem Schlag arbeitslos ... Also heben wir ab. Spielen wir." (Später Prolog, 150.)



16. november, 21 uhr

Zimmer mit Einblick

erotisches von

melamar

Ihren Freund, hätte er die Gelegenheit sie mit Billy zu beobachten, träfe nicht nur aus Eifersucht und Schmerz der Schlag. Er hätte seine Freundin kaum wieder erkannt. Unbekannt wäre ihm die selbstbewusst-lüsterne Haltung, die sie an den Tag legt, als sie etwa ...
(...)
"Was hat dieser Mann nur was ich nicht habe? Wie konnte er dich in nur einer Nacht so verändern?" wird er auch so fragen und er wird feststellen: "Du bist so viel schöner auf einmal, ich habe dich noch nie so strahlen gesehen wie jetzt, wo diese Schönheit nicht mehr mir gilt."



23. november, 21 uhr

"     " , 2006

Miniaturen in Relation

waloschke breslau

Kohärente Kleinlichkeiten
"Regnet Scheiße es im März:
Ein Werbegag. Ach der Kommerz!"

"Ich hasse nichts mehr, als wenn mir die Zeit davonläuft. Ich hasse das Wort "zwar". Ich hasse die televisionären Fratzen am Nachmittag. Ich hasse Brösel auf der Matratze und vollgeräumte Tische. Ich hasse den freien Markt. Ich hasse Türsteher und warmes Bier. Ich hasse verspätete Öffis. Ich hasse Sprühwurst, ich hasse Linksverkehr und Menschen die mit dem Begriff 'pseudointellektuell' argumentieren. Ich hasse Klabusterbärchen und Peter Westenthaler. Ich hasse Kondome und die Abseitsregel und großzügig gesalzene Speisen. Ich hasse Selbstbezüglichkeit und Hasslisten.



30. november, 21 uhr

ekelhaftes ... vermeidenswertes ... unhygienisches!!

thomas northoff

übers kotzen schreiben, wenn alles pure kotze ist?
übers scheißen schreiben, wenn ohnehin alles nur mehr zum scheissen ist?
zwei fragen an das gesamtwerk von th. n.
er sagt nein - ab nun liefert northoff garantiert saubere texte. bringen sie ihre kinder mit!



7. dezember, 20 uhr

vernissage
"east meets west?"


Eine fotografische Annäherung zweier Kulturen

Graham Bull: Istanbul. Der 26. Kontinent Europas. Fotografien.
Boris Kogan: Im Westen. Fotografien und Digitalmontagen.

Während der Brite Graham Bull seine Eindrücke von einer Reise nach Istanbul im Sommer 2005 mit der Kamera festgehalten hat, begibt sich der gebürtige Russe Boris Kogan auf Spurensuche "in den Westen". Neben Momentaufnahmen von Menschen werden Situationen und Städtebilder skurril verfremdet dargestellt.



7. dezember, 21 uhr

Seelendschungel

m.g wanko

... legt nach "Ken" nun seinen zweiten Roman in der "edition kürbis" vor:

Bregenz, Bodensee, Silvesternacht. Erich Glamser, ein desillusionierter Polizist, wird Zeuge eines Hausbrands. Ein Abbruchhaus. Keine Verletzten, keine Toten, keine Hinweise. Noch in der selben Nacht glaubt Glamser zu wissen, dass es sich um Brandstiftung handelt. Bewusst hält er ein Beweisstück zurück, da scheinbar eine junge Frau namens Emma Fels darin verwickelt ist. Immer wieder taucht sie in seinem Leben auf, zu oft um es Zufall zu nennen ...



14. dezember, 21 uhr

Es gibt kein Wiedersehen

... gemeinsame und einsame Texte

beppo beyerl & rudolf kraus

Die beiden Wiener Autoren schreiben eigene Texte. So ein Zufall, werden Sie jetzt sagen, fremde Texte werden sie am Ende schreiben, oder gar keine. Aber die beiden Autoren schreiben auch gemeinsame Texte. Das heißt, der eine stellt eine knifflige Frage, zum Beispiel, wann treffen wir uns das nächste Mal, und der andere antwortet darauf nicht. Oder umgekehrt. Alles klar?

21. dezember, 21 uhr

die sonnental erzählungen

slaviša žeželj

"Das Tal, junger Dimitri", sagte der Kapitän mit rauer, tiefer, bedeutungsvoller Stimme, "das Tal ist etwas ganz Besonderes, und nur jene, die den Weg zurück gefunden haben, wissen um dieses Gefühl Bescheid."

Slaviša Žeželj, Schriftsteller und Student, erzählt die Geschichte des Reisenden und Abenteurers Dimitri Schlangenhaupt, der nach langjähriger Abwesenheit seinen Weg zurück in die Heimat wieder findet, das mystische Sonnental, ein autarkes, paradiesisches und unzugängliches Makrouniversum, das jenseits von Zeit und Raum, nach seinen ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten existiert.

Die Lesung umfasst das erste Kapitel, Dimitris unmittelbares Eintreffen im Tal. Erwartungsvoll und gebannt findet er seine Heimatstadt in Mitten der pompösen und ekstatischen Walpurgisnachtfeierlichkeiten vor, um gleich zu Beginn von alten Freunden und Feinden willkommen geheißen zu werden ...

11. jänner, 21 uhr

lyrik und realität

Eine Lesung mit der Lyrikerin-Schriftstellerin Nahid Bagheri-Goldschmied

... Pflücke mich meinetwegen,
freu dich meinetwegen an meiner Schönheit,
aber sorge dafür, dass meinem Wurzelstock
samt seinen töchterlichen Keimen
der Humus der Aufklärung
nicht mehr vorenthalten werde.


18. jänner, 20 uhr

Alois Kaufmann liest aus:

dass ich dich finde. Kind am Spiegelgrund

Einführung: Mechthild Podzeit-Lütjen

Im Jahre 1940 richteten die Nationalsozialisten auf dem Gelände der Heil- und Pflegeanstalt "Am Steinhof" eine Jugenfürsorgeanstalt "Am Spiegelgrund" ein. Die Pavillons dafür wurden durch die Deportation von über 3.000 Pfleglingen in die NS-Mordanstalt Schloss Hartheim bei Linz frei gemacht.

"Am Spiegelgrund" sterben bis 1945 rund 800 Kinder: Opfer der "Kindereuthanasie", des Hungers, der Infektionen und von Mißhandlungen. Ein Psychiater fertigt Gehirnpräparate der ermordeten kranken und behinderten Kinder an. In der Zweiten Republik wird er dann zum meistbeschäftigten Gerichtspsychiater Österreichs.

Alois Kaufmann, geboren 1934 in Graz, gerät 1943 bis 1945 in diese Hölle. Er ist ein uneheliches Kind, von der Mutter gleich nach der Geburt weggegeben. Von der Fürsorge den Pflegeeltern weggenommen, wird er auf den "Spiegelgrund" gebracht.

Erst nach dem Zusammenbruch des "Dritten Reichs" findet er schließlich Freundschaft und Anerkennung in einer Gruppe junger Sozialisten.

Alois Kaufmann sucht die Verbindung zu den anderen, indem er das Schweigen bricht. In seinen Gedichten erinnert er sich, verflucht die Braven, die zu allem bereit sind, und fordert Freiheit.

Alois Kaufmann: "dass ich dich finde. Kind am Spiegelgrund. Gedichte."
Mit einem Vorwort von Hannah M. Lessing. Herausgegeben von Mechthild Podzeit–Lütjen.
Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft gemeinsam mit Mandelbaum Verlag.


25. jänner, 21 uhr

so oder auch anders

nadja bucher

Nadja Bucher liest unter dem Titel „So oder auch anders“ vier Texte:

„Warteschlange im Supermarkt“
„Das Treffen“
„Gastwirtschaft“
„Badewasser“

Weshalb Du immer an der langsamsten Warteschlange anstehst?
Weshalb Du dich als Wienerin noch immer über Hundstrümmerl aufregst?
Weshalb Dir Menschen vor dem Abendessen immer feindseliger erscheinen als danach?
Weshalb Ehepaare beim gemeinsamen Bad zu Sinnkrisen neigen?

Wird auch an diesem Abend nicht beantwortet.

Keine Antworten, aber vier Geschichten.

Und wer könnte seine Ohren vor vier lieben, feinen Geschichten verschließen?

„Jetzt hab´ ich es glatt mit der Angst zu tun bekommen. Schließlich weiß man bei Betrunkenen nie. Die schlagen plötzlich um sich oder bedrohen einem mit dem Messer. Man liest ja immer wieder von Prügeleien und Messerstechereinen in Wirtshäusern. Gerade als alleinreisende Dame muss man höchste Vorsicht walten lassen. Man erscheint als leichtes Opfer. Aber wissen sie was, da liegen die bei mir völlig falsch,“ zieht mich die Oma ins Vertrauen. Sie öffnet ihren Koffer einen Spalt breit, versenkt ihre Hand darin und zieht einen kleinen Revolver hervor. „Ladykiller nennt man das,“ kichert sie. (aus „Gastwirtschaft“)



    
    


alle veranstaltungen finden im

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16, payergasse 14
tel. 01/403 18 27

www.ci.or.at

bei freiem eintritt statt.

beginnzeit: 20:30, sofern nicht anders angegeben.

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